Gesehen: Interview mit dem DEDON Chef Bobby Deckeyser

Bobby Dekeyser ist ein Möbel-Unternehmer wie aus dem Bilderbuch. Zufriedene Mitarbeiter sind ihm wichtiger als Profit.

Bobby Dekeyser ist ein Unternehmer wie aus dem Bilderbuch. Mit luxuriösen Gartenmöbeln ist der 45-Jährige Multimillionär geworden. Auch wenn heute Luxushotels und Prominente zu seinen Kunden zählen. Sein Erfolg als Unternehmer war nicht vorhersehbar. Mit 15 entscheidet sich Bobby Dekeyser Fußballprofi zu werden, verlässt hierfür die Schule und unterschreibt mit 19 Jahren beim FC Bayern München. Dort ist er der zweite Mann im Tor. Er ist 26 als der Ellenbogen eines Gegenspielers sein Gesicht zertrümmert. Seine Karriere ist beendet. Noch im Krankenbett gründet er zusammen mit seinem Schwager sein Unternehmen.

Eine eigens entwickelte Kunstfaser ist das Geheimnis ihrer Gartenmöbel: wetterfest, farbecht, feuerbeständig. Mit sechs Mitarbeitern fing alles an, heute sind es mehr als 3.000. Die meisten arbeiten auf den Philippinen. Dort werden die Möbel geflochten. Für die Mitarbeiter gibts geregelte Arbeitszeiten, überdurchschnittliche Löhne und eine eigene Gesundheitsvorsorge.

Bobby Dekeyser wird oft als Ausnhameunternehmer bezeichnet: Dennoch verkauft er vor einigen Jahren große Anteile seines Unternehmens an einen US-amerikanischen Investor. Ein neues Projekt lockt ihn: die Stiftung „Dekeyser & Friends. Damit will der dreifache Vater junge Menschen aus aller Welt inspirieren, ihre Träume zu verwirklichen. Dafür sucht Bobby Dekeyser nach Mentoren, mit guten Ideen. Die Stiftung nimmt 2009 ihre Arbeit auf. Ski-As Markus Wasmeier ist einer der Freunde, die Dekeyser & Friends untestützen. Der zweifache Olympiasieger hat am bayerischen Schliersee hat ein Museumsdorf gegründet. Dorthin lädt die Stiftung junge Menschen ein. Gemeinsam restaurieren sie ein über 300 Jahre altes Bauernhaus. 2009 kauft Bobby Dekeyser auch sein Unternhemen zurück. Die Investoren wollten die Produktion aus Kostengründen verlagern - jetzt hält der Selfmade Millionär die Zügel wieder selbst in der Hand.
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